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Fachklinik:
Die Mütter- bzw. Eltern-Kind-Fachkliniken befinden sich meist in heilklimatisch geeigneten und landschaftlich schön gelegenen Orten im gesamten Bundesgebiet.

Sie müssen über eine Berechtigung nach § 111 a SGB V verfügen, damit die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten übernehmen dürfen.

Bei der Auswahl der Klinik müssen die Wünsche der Patientinnen im Rahmen der medizinischen Notwendigkeit sowie Wirtschaftlichkeit berücksichtigt werden.

Nach einem ganzheitlichen Konzept sollen die Patientinnen zunächst von ihren Alltagspflichten entlastet werden und sich von äußerem Druck frei machen können (durch die komplette hauswirtschaftliche Versorgung, Übernahme von Kinderbetreuung sowie Wegfallen von zusätzlichen Wegen zu Terminen außer Haus), um sich voll und ganz ihrer körperlichen und seelischen Gesundung zu widmen.

Neben den eher auf körperliche Symptome abzielenden medizinischen und physiotherapeutischen Maßnahmen (wie ärztliche Betreuung, Massagen und Bäder, Krankengymnastik, Entspannungs- und Bewegungsprogramme…) sowie pädagogisch – informativen Veranstaltungen (z. B. Ernährungstipps, Erziehungsberatung, Kreativkurse…) spielt vor allem auch die Gelegenheit zur intensiveren Auseinandersetzung mit sich selbst, seinen Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen (durch psychosoziale Beratungsgespräche, Gruppenerfahrung sowie offenen Austausch unter den Mitpatientinnen, aber auch die Möglichkeit sich in Ruhe zurückzuziehen) eine große Rolle beim Erkennen von Ursachen und Zusammenhängen, welche sich ungünstig auf die eigene Befindlichkeit auswirken, Entwickeln von Ideen zur Veränderung und künftigem aktiven Einsatz seines Selbsthilfepotentials.
Viele Kliniken bieten darüber hinaus spezielle Programme an, beispielsweise für Asthmatiker, zur Gewichtsreduktion, bei Schlafstörungen, für Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten (z. B. AD(H)S), zur Förderung der Mutter-Kind-Beziehung, zur Trauerbewältigung...

Für Schulkinder wird häufig auch wissenserhaltender Unterricht angeboten, in dem z. B. vom Klassenlehrer mitgegebene Aufgaben bearbeitet werden.

Einige Einrichtungen achten darauf, durch geringe Gruppengröße und gemeinsame Aufnahmetermine , durch ausschließliche Aufnahme weiblicher Patientinnen wie auch durch ein christlich geprägtes Leitbild zusätzlich zu einer familiären Atmosphäre beizutragen.