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Attest:
Indikationen für eine Mütterkur / Mutter-(Vater)-Kind-Kur können sowohl im Bereich der psychischen bzw. psychosomatischen Befindlichkeitsstörungen (z. B. Schlafstörungen, Ängste, Niedergeschlagenheit, Erschöpfungszustände, seelische Überforderung…) liegen als auch in dem der somatoformen Beschwerden bzw. funktionellen Erkrankungen (wie Kopfschmerzen, orthopädische Beschwerden, häufige Atemwegsinfekte, Allergien, Hautkrankheiten, Kreislaufbeschwerden, Gewichtsprobleme, Magen-Darm-Erkrankungen, gynäkologische Krankheitsbilder…).
Ebenso sollten krankmachende Belastungen im familiären und sozialen Umfeld
berücksichtigt werden, wie Partnerschafts- und Familienkonflikte, finanzielle Sorgen, Suchtverhalten, Arbeitslosigkeit oder beruflicher Stress, pflegebedürftige Angehörige, soziale Isolation, ständiger Zeitmangel, Überforderung, mangelnde Anerkennung.
Der Arzt muss neben der konkreten Diagnosestellung die Vorsorge- bzw. Rehabilitationsbedürftigkeit, -fähigkeit, - ziele und  - prognose der Patientin festhalten sowie begründen, warum es einer stationärer Maßnahme bedarf (z. B. notwendige Herausnahme aus dem sozialen Umfeld bzw. den Alltagsverpflichtungen, Klimawechsel, Erforderlichkeit eines komplexen, interdisziplinären Behandlungsansatzes…).

Sollte die Wartezeit von vier Jahren seit der letzten Kurmaßnahme noch nicht erreicht sein, müssen ganz dringende neue medizinische Gründe vorliegen.